| 1953 | Auch wenn sich die Zeiten ändern, die Musik bleibt. Das dachten so ähnlich wohl auch Kommandant Wilhelm Schäfer und seine Männer als sie die Feuerwehrkapelle ins Leben riefen. Da zu der damaligen Zeit keine Musikkapelle in Aglasterhausen vorhanden war, nahm sich also die Feuerwehr der Aufgabe an diese Lücke zu schließen. Mit 20 Interessierten, allerdings ohne musikalische Vorkenntnisse, wurde der Grundstock gelegt. Was noch fehlte war das Handwerkszeug. Aber unterstützt durch eine Spendenaktion der Hausemer Bürger, die durch Bgm. August Wolpert initiiert wurde konnten auch schnell die ersten gebrauchten Instrumente gekauft werden. Fritz Kranz, der sich als Vorstand zur Verfügung stellte, gelang es Wenzel Jilka aus Waldwimmersbach als 1. Dirigenten und Musiklehrer zu gewinnen. Der heimatvertriebene Militärmusiker schafft es in mühevoller Arbeit, aus begeisterten Laien Musiker zu formen und die Kapelle mit seinem tschechischen Stil zu prägen. |
| 1954 | hatte die Kapelle, neben dem Berner WM-Triumph der Fußballnationalmannschaft einen weiteren Grund zum Feiern: Den ersten Auftritt in Waibstadt. |
| 1955 - 1956 | nach und nach häuften sich in diesen Jahren die Auftritte in der Gemeinde zu den verschiedensten Anlässen. Da die Kapelle nun bereits über mehr als 30 Musiker und ein breiteres Repertoire verfügte, war man auch in der näheren Umgebung bestens bekannt und wurde auch zu größeren Dorffesten eingeladen. Ende der 50er-Jahre trat die Kapelle in den Blasmusikverband Kurpfalz ein. Hier konnten die Musiker ihren durch Wenzel Jilka vermittelten guten Leistungsstand unter Beweis stellen. Man nahm jetzt an Wertungsspielen in der Unterstufe teil und konnte die Wertungsrichter zu sehr hohen Punktzahlen und der Gesamtnote "SEHR GUT" bewegen. |
| 1960 | Dass in diesem Jahr Horst Lehmann den bisherigen Bürgermeister Herbert Kissel ablöste ist für die Kapelle durchaus erwähnenswert, da unter ihm die Musiker mit einer neuen und schöneren Uniform ausgestattet wurden. Das neue Erscheinungsbild der Kapelle kam bei der Bevölkerung und befreundeten Kapellen sehr gut an. |
| 1963 | Der zum neuen Vorstand gewählte Hans Burghardt übte sein Amt für 10 Jahre aus und verlieh der Feuerwehrkapelle damit Konstanz um in Ruhe an der musikalischen Weiterent wicklung arbeiten zu können. |
| 1975 | sollte ein turbulentes Jahr für die Kapelle werden. Zunächst übernahm Fritz Maun die musikalische Leitung von Wenzel Jilka. Durch seine musikalische Ausrichtung und seine Arrangements brachte er wieder Bewegung und neuen, frischen Wind in die Feuerwehrkapelle. Allerdings gab es auch in der Führung die eine und andere Bewegung. Streitigkeiten und Zerwürfnisse sorgten dafür, dass Hans Maun, der den erst 1973 gewählten Jakob Schirk ablöste, sein Amt nur ein halbes Jahr ausführte. Nun war es an Horst Tschakert, dem Stellvertreter, das Ruder in die Hand zu nehmen und die Geschicke der Kapelle zu führen. Unter seiner Leitung wurden Mikrofone und ein 16-Kanal-Mischpult mit Boxen und Verstärkeranlage angeschafft. Dies bedeutete, dass man nun endlich auch Gesangsstücke in das Repertoire mit aufnehmen konnte. |
| 1978 | Nicht nur dass die Kapelle bereits 25 Jahre alt wurde, es galt auch das neue Feuerwehrgerätehaus einzuweihen. Zusammen mir der Feuerwehrkapelle aus Epfenbach und dem Spielmannszug aus Mosbach führte die Feuerwehrkapelle Aglasterhausen hierzu den Grossen Zapfenstreich auf. Aufgrund der überaus erfolgreichen Veranstaltung wurde das Lindenbaumfest auf dem Marktplatz geboren, welches das langjährige Waldfest an der Blockhütte ablöste. |
| 1984 | ließen es sich die Musiker bei einem 5-Tagesausflug nach Jugoslawien erst einmal gut gehen, denn die Vorbereitungen und Aktivitäten zu "30 Jahre Feuerwehrkapelle und 10 Jahre Jugendfeuerwehr" erforderten doch einigen Einsatz. Aber unter der Schirmherrschaft des neugewählten Bürgermeisters Erich Dambach wurde dieses Zeltfest ein voller Erfolg. Neben einer Beatnacht mit 3 Bands konnte man den Festbesuchern auch "Slavko Avsenik" mit seinen "Original Oberkrainern" präsentieren. In einem bis über den letzten Platz besetzten Zelt waren diese Vollblutmusiker sicherlich der Höhepunkt dieses gelungenen Festes. |
| 1988 | Als sich aus der FWK heraus die "Fidelen Odenwälder" bildeten, brachen für die Kapelle dunkle Zeiten an. Da die neugegründete Gruppe dann doch nicht so erfolgreich wie erhofft war, zerbrach diese Formation schon bald. Allerdings kehrten die Musiker nicht zur Feuerwehrkapelle zurück. Da Fritz Maun auch sein Amt als Dirigent niederlegte war die Kapelle von heute auf morgen nicht mehr spielfähig. Dies führte fast zum Zusammenbruch der FWK. Horst Tschakert ließ sich und die wenigen Verbliebenen nicht hängen und kämpfte um den Fortbestand der Feuerwehrkapelle. Den Neuaufbau mit einer Handvoll Jungmusikern und sieben gestandenen Akteuren übergab er in die Hände von Dirigent Werner Engelhardt aus dem benachbarten Asbach. Durch geduldige Arbeit brachte er die Rumpftruppe wieder an gute musikalische Leistungen heran. |
| 1991 | Das 1. Vorstellungskonzert der NEUEN Feuerwehrkapelle fand nach relativ kurzer Wiederaufbauzeit in der Festhalle Aglasterhausen statt. Damals genügte noch der kleine Festsaal, da sich die junge Truppe mit ihrem neuen Dirigenten erst einmal beweisen musste. Jedoch war dies der Beginn eines festen kulturellen Ereignisses in unserer Gemeinde. Mittlerweile füllen wir natürlich die große Halle, denn das Publikum weiß es zu schätzen, dass Werner Engelhardt und seine Musiker immer wieder neue musikalische Herausforderungen suchen. |
| 1995 | Auf den Lorbeeren ausruhen gilt für die Feuerwehrkapelle nicht. Durch kontinuierliches Weiterarbeiten konnte 1995 die musikalische Umrahmung des sehr erfolgreichen Kreisfeuerwehrtages bei uns in Aglasterhausen sicher gestellt werden. |
| 1999 | Da die FWK Aglasterhausen auch gerne mal etwas Anderes bzw. Neues ausprobiert, beschloss man der Bevölkerung etwas Besonderes anzubieten. Zusammen mit dem Gesangverein "Liederkranz" wurde 1999 ein erfolgreiches Herbstkonzert in der großen Sport- und Festhalle Aglasterhausen durchgeführt. Dass die Feuerwehrkapelle eine junge und moderne Truppe ist zeigt sich daran, dass man bereits 1999 mit einer Homepage im Internet vertreten war; Michael Weber ergriff die Initiative und präsentierte die Kapelle im WWW. |
| 2000 | Natürlich wollte die Kapelle das neue Millennium mit etwas Besonderem einleiten. So entschloss man sich zusammen mit dem Musikverein Asbach, der ebenfalls von Werner Engelhardt geleitet wird, ein Konzert der größeren Art darzubieten. Rein optisch machten die 4 Tuben, 12 Hörner, die 14 Trompeten, 7 Querflöten, 5 Posaunen, unzähligen Klarinetten und Saxofone ja etwas Angst um die Ohren der Zuhörer. Aber der Dirigent hatte sein Musikkorps jederzeit in der Hand, so dass dieses Konzert noch lange in Erinnerung bleiben sollte. |
| 2001 | Im Jahr 2001 kam es nun zu einer etwas größeren Veränderung in der Feuerwehrkapelle. Nach sage und schreibe 26 Jahren stellte sich unser Horst Tschakert bei der regulären Jahreshauptversammlung der Kapelle nicht mehr zur Wahl, um den Weg für jüngere Kräfte zu ebnen. Natürlich bleibt uns der Horst an der Tuba weiterhin treu, obwohl er ja lieber wieder Tenorhorn spielen würde. Aber Spaß macht es ihm auch am Nebelhorn. Seine Nachfolge trat die bisherige 2. Vorsitzende Monika Schäfer an. Unterstützt wird sie dabei vom neuen 2. Vorsitzenden Thomas Körbler. Die erste Aktion unter der neuen Führung bedeute für die Musiker gleich viel Arbeit. Im November produzierte man in kürzester Zeit eine Musik-CD mit Weihnachtsliedern. Unterstützt wurde die Kapelle dabei von der Chorgemeinschaft "Musica", den "AllesBläsern", dem MV Asbach und, als Sprecher, Pfarrer Dr. Christian Schwarz. Fast gleichzeitig mit der CD ging nach kurzzeitiger Unterbrechung, die Homepage der Kapelle in überarbeiteter Form wieder an den Start. Diesmal jedoch mit eigener Adresse. |
| 2002 | 2002 waren wir trotz der Vorbereitungen zum Jubiläumsfest sehr aktiv. Neben einem sehr guten Konzert im Frühjahr, das auch in der Rhein-Necker-Zeitung großen Anklang fand, wurden die Mühen der Aktiven Wehr und der Musiker zum Lindenbaumfest endlich mit gutem Wetter belohnt. So konnte das Fest wieder auf dem Marktplatz und der ökumenische Gottesdienst zum 1. Mal unter freiem Himmel stattfinden. Auch gönnten wir uns im Oktober 2002 einen Ausflug nach Berlin. Aber dass man extra für uns das Brandenburger Tor wieder eröffnete und enthüllte war der Ehre fast (aber nur fast) ein bisschen zuviel. |
| 2003 | In diesem Jahr feierten wir das Feuerwehrjubiläum "75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Aglasterhausen und 50 Jahre Feuerwehrkapelle Aglasterhausen". Die Jubiläumsveranstaltungen begannen im Frühjahr mit dem Jubiläumskonzert der Feuerwehrkapelle. Im Mai folgte das Wohltätigkeitskonzert des Musikkorps 12 Vaitshöchheim und im Juli fanden schließlich die viertägigen Feierlichkeiten auf dem Festplatz in Aglasterhausen statt. Zu den Attraktionen zählten unter anderem die Band SHINE, die Zillertaler und der große Festtagsumzug durch Aglasterhausen. Zum Ausklang des Jubiläumsjahres veranstaltete die Feuerwehrkapelle am ersten Advent noch ein Kirchenkonzert in der evangelischen Kirche Aglasterhausen. |
| 2004 | 2004 stellte die Feuerwehrkapelle ihr Können erneut beim mittlerweile traditionellen Frühjahrskonzert unter Beweis. Dieses Konzert war wie immer ein großer Erfolg und die Zuhörer waren sehr begeistert. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr war der gemeinsame Ausflug der Feuerwehrkapelle und der Freiwilligen Feuerwehr Aglasterhausen im September. Das Ziel der Reise war der Harz. |
| 2006 | Das alljährliche Frühlingskonzert der Feuerwehrkapelle war auch 2006 wieder ein voller Erfolg. Das Highlight diese Jahres stellte jedoch eine Konzertreise in die Partnergemeinde Leutersdorf dar. Dort veranstaltete die Feuerwehrkapelle gemeinsam mit der Musikschule Fröhlich, dem Schulchor der örtlichen Grundschule und dem Mittelschulchor aus Seifhennersdorf einen konzertanten Nachmittag und begeisterte die Zuhörer mit einer großen Vielfalt musikalischer Beiträge. |